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MAN: Ladeleistungen von bis zu drei Megawatt möglich

von | 2. Juli 2026

Bild: MAN

MAN erforscht gemeinsam mit Projektpartnern Ladeleistungen bis zu drei Megawatt, wofür es aber auch eine neue Generation von Batteriesystemen bräuchte.

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Im Projekt NEFTON hat MAN erstmals einen Hochstrom‑Fahrzeugladepfad mit 3.000 Ampere am Prüfstand betrieben. Die Technologie könnte perspektivisch Ladeleistungen von bis zu drei Megawatt ermöglichen. Entsprechend stark könnten sich die Ladezeiten von E-Lkw verkürzen, beispielsweise mit genug Energie für 400 Kilometer in nur 10 bis 15 Minuten. Denkbar wäre im Umkehrschluss auch die Installation von kleineren und leichteren Batteriepaketen, sofern sich mehrfach täglich extrem schnelle Zwischenladungen realisieren lassen.

Das Konsortium des Förderprojekts NEFTON („Nutzfahrzeugelektrifizierung für Transportsektor-optimierte Netzanbindung“) besteht aus MAN Truck & Bus, AVL, der Technischen Universität München, Fraunhofer ISE, Prettl Electronics Automotive, der Forschungsstelle für Energiewirtschaft sowie der Technischen Hochschule Deggendorf. Im Juli 2024 wurde als wichtiger Meilenstein bereits ein MAN eTGX mit einem Megawatt Ladeleistung präsentiert (siehe Link am Textende). Nach Projektabschluss will die TRATON Group die Arbeiten fortsetzen, auch im Hinblick auf bidirektionale Funktionen.

Um Ladeleistungen im Megawattbereich zu erreichen, haben die Projektpartner zentrale Komponenten neu ausgelegt. Laut MAN wurde der Strompfad hinsichtlich minimaler elektrischer Widerstände optimiert und die Flüssigkühlung von Kabeln, Steckern und Verteilereinheiten so ausgelegt, dass alle Bauteile die hohen thermischen und elektrischen Anforderungen erfüllen können. Zudem habe man großen Wert auf eine fahrzeugtaugliche Integration gelegt, die Installation, Gewicht und Sicherheit gleichermaßen berücksichtigt.

Das große Aber: Zusammen mit der Ultraschnell-Ladetechnologie müssten auch neue Batteriesysteme auf den Markt kommen. Zellchemie, Moduldesign und elektrische Verschaltung müssten dahingehend optimiert werden, hohe Ströme effizient aufzunehmen und zu verarbeiten. Von Anpassungen auf Seiten der Infrastruktur ganz zu schweigen.

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zum Projekt selbst: www.nefton.de

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