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Aurora: Autonome Lkw in Serie ab Anfang Dezember 2026

von | 6. November 2026

Bild: Aurora

US-Großspediteur Charger Logistics plant den Einsatz von bis zu 500 fahrerlosen Lkw mit „Aurora Driver.

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Selbstfahrtechnologie-Entwickler Aurora Innovation sieht sich in den Startlöchern für den großangelegten Serienhochlauf autonomer Lkw. Zwar wurden die Zahlen für das dritte Quartal 2026 am Markt gemischt aufgenommen und der Aktienkurs gab in der Folge nach, doch Chris Urmson, Mitbegründer und CEO von Aurora, sieht das Unternehmen auf Kurs: „Wir haben einen entscheidenden Wendepunkt für uns und unsere Branche erreicht. Der ‚Aurora Driver‘ transportiert Fracht für große Spediteure, ohne dass jemand am Steuer sitzt, unsere Fertigungslinien laufen auf Hochtouren, und unsere OEM- und Tier-1-Partner bereiten sich auf die Serienproduktion vor. Wir haben ein Ökosystem aufgebaut, das darauf ausgelegt ist, bis zum Ende des Jahrzehnts Zehntausende von Lkw auf die Straße zu bringen.“

Als weiteren Meilenstein nennt das Unternehmen eine Absichtserklärung von Großspediteur Charger Logistics über den Betrieb von 500 mit dem „Aurora Driver“ ausgestatteten autonomen Lkw. Der Einsatz ist im Rahmen des „Driver as a Service“-Modells von Aurora geplant, die Auslieferungen werden für 2027 und 2028 erwartet.

Die Vereinbarung baut auf einem bereits im Juli abgeschlossenen Vertrag mit Charger auf, im Rahmen dessen erste Fahrzeuge auf der texanischen Route Laredo-Dallas (rund 450 Meilen) unterwegs sind. „Seit der Einführung des autonomen Betriebs entlang des Laredo-Korridors haben wir unmittelbare betriebliche Vorteile festgestellt, die einen klaren Weg zur Skalierung aufzeigen“, bestätigt Andy Khera, Präsident von Charger Logistics.

Vor Serienanlauf noch eine weitere Hürde genommen

Gegenwärtig umfasst die autonome Flotte von Aurora etwas über 20 Fahrzeuge, gemeinsam mit Fertigungspartner Roush soll die Fertigungskapazität aber schon kurzfristig auf 1.000 autonome Lkw im Jahr anwachsen. Konkret planen Aurora und Roush mit 20 Fahrzeugen pro Woche ab Anfang Dezember 2026. Parallel dazu soll der Aurora Driver zusammen mit Volvo Autonomous Solutions (V.A.S) direkt in die Volvo-Fertigungslinie integriert werden, weitere OEM-Pläne gibt es mit Paccar.

Eine weitere Hürde zur Serienfreigabe, auf die man auf Anhieb nicht kommen würde, hat Aurora ebenfalls genommen: Die Federal Motor Carrier Safety Administration gewährt Aurora und der Selbstfahrtechnologie-Branche eine wichtige, auf fünf Jahre befristete Ausnahmegenehmigung, die sich auf das obligatorische Aufstellen von Warnvorrichtungen im Fall einer Panne bezieht – denn wo kein Fahrer, da kein Aufsteller. Bei fahrerlosen Lkw ist es daher jetzt erlaubt, stattdessen nur eine am Fahrzeug montierte Warnleuchte zu verwenden.

Weitere Informationen:
Aurora: autonome fahrerlose Lkw der zweiten Generation
Volvo Autonomous Solutions: autonomes Netz wächst

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