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Aurora: autonome fahrerlose Lkw der zweiten Generation

von | 26. August 2026

Bild: Aurora

Aurora hat die zweite Generation des „Aurora Driver“ auf den Markt gebracht, als komplette Systemlösung integriert in Sattelzugmaschinen der Serie International LT.

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Der US-amerikanische Selbstfahrtechnologie-Entwickler Aurora Innovation Inc. hat die zweite Generation seiner autonomen Lkw nach Level 4 vorgestellt (ohne Fahrerbereitschaft oder auch komplett fahrerlos unter definierten Rahmenbedingungen). Als Einsatzgebiet sind insgesamt zehn fahrerlose Fernstrecken im „Sun Belt“ vorgesehen, dem Gebiet der USA südlich des 37. Breitengrades von Kalifornien im Westen bis North Carolina an der Ostküste.

Laut Aurora haben Sattelzugmaschinen der ersten, mit dem autonomen Fahrsystem „Aurora Driver“ ausgestattete Generation, bis Ende Juni 2026 fast 440.000 Meilen fahrerlos zurückgelegt. Dabei bezieht sich die „erste Generation“ auf die autonomen Komplettfahrzeuge, nicht auf das Aurora-Driver-Fahrsystem als solches, bei dem das Unternehmen zu Jahresanfang eine neue, vierte Version aufgelegt hat (Aurora: autonomes Verkehrsnetz quer durch die USA). In der Folge soll nun das Streckennetz erweitert und der Fahrzeugbestand für den „Driver-as-a-Service“-Einsatz um zunächst 500 weitere Einheiten aufgestockt werden.

„Die Einführung des fahrerlosen Betriebs hat bewiesen, dass unsere Technologie sicher auf öffentlichen Straßen eingesetzt werden kann. Unsere neue Plattform bildet nun die Grundlage für den großflächigen Einsatz“, sagt Chris Urmson, CEO und Mitbegründer von Aurora. „Der Einsatz der zweiten Generation ermöglicht es uns, Hunderte autonomer Lkw auf die Straße zu bringen und sie letztendlich an mehr Kunden auszuliefern.“

LT-Serie von Traton-Tochter International als Basis

Die neue Flotte basiert auf Sattelzugmaschinen der LT-Serie von Traton-Tochter International. Laut Aurora kommt nun eine noch leistungsfähigere Hardware zum Einsatz, die für eine Lebensdauer von einer Million Meilen ausgelegt ist. Die Implementierung und die Installation weiterer redundanter Systeme übernimmt Entwicklungs- und Ingenieursdienstleister Roush.

„Durch die Zusammenarbeit mit einem erstklassigen Fertigungspartner wie Roush können wir die Nachfrage unserer Kunden decken und den Güterverkehr im ganzen Land sicherer und effizienter gestalten“, betont Chris Urmson. Gemeinsam mit Roush habe man die Umrüstung der Serienfahrzeuge soweit standardisiert, das schon kurzfristig eine jährliche Produktionskapazität von 1.000 selbstfahrenden Aurora-Lkw erreicht werden kann.

Zu den ersten Anwendern der fahrerlosen zweiten Generation zählen seit Ende Juli 2026 die Transportunternehmen Value Truck und Charger Logistics. Bei beiden ist der Aurora Driver für die verkehrsreiche Strecke Laredo-Dallas (rund 450 Meilen) vorgesehen, bei Value Truck zudem für die Fernstrecke Fort Worth-Phoenix (rund 1.030 Meilen). Laredo steht vor allem deswegen im Fokus, weil über die texanische Grenzstadt etwa 40 Prozent des gesamten Güterverkehrs zwischen den USA und Mexiko abgewickelt wird.

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