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Aurora: autonomes Verkehrsnetz quer durch die USA

von | 4. März 2026

Bild: Aurora

Die vierte Generation des Selbstfahrsystems „Aurora Driver“ soll nun für alle vorherrschenden Wetterbedingungen gerüstet sein.

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Aurora Innovation Inc., Entwickler von Selbstfahrtechnologie mit Hauptsitz in Pittsburgh/Pennsylvania, will sein fahrerloses Netzwerk auf den gesamten „Sun Belt“ ausdehnen. Mit dem „Sonnengürtel“ wird das Gebiet der USA südlich des 37. Breitengrades bezeichnet, in dem mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung lebt und das von Kalifornien bis North Carolina an der Ostküste reicht.

In der neuesten Version sei das System Aurora Driver in der Lage, über 1.000 Meilen komplett autonom zurückzulegen. Als Beispiel nennt das Unternehmen die Strecke zwischen Phoenix/Arizona und Forth Worth/Texas (ca. 1.030 Meilen), die mittlerweile Nonstop ohne Fahrer bedient wird und dabei weit über die aktuellen Dienstzeitbeschränkungen (Hours of Service, HOS) für menschliches Personal hinausgeht.

Mit der ersten Version des KI-gestützten Aurora Driver startete das Unternehmen im April 2025 mit dem fahrerlosen Betrieb zwischen den texanischen Metropolen Dallas und Houston. Die rund 240 Meilen lange Strecke wurde zunächst tagsüber befahren, die zweite Systemversion ermöglichte auch den Nachtbetrieb. Innerhalb Texas folgten mit El Paso, Laredo und Fort Worth weitere Knotenpunkte im autonomen Verkehrsnetz, bevor mit der erwähnten Anbindung von Phoenix das Netz streckenmäßig verdreifacht wurde.

Vierte Systemgeneration des Aurora Driver

Aurora fügt aber auch hinzu, dass 2025 in etwa 40 Prozent der Fälle widrige Wetterbedingungen wie Regen, Nebel und starker Wind den fahrerlosen Betrieb eingeschränkt hätten. Das aber sei nun Geschichte: Nach weiteren Anpassungen spricht das Unternehmen von der vierten, für alle geographischen und klimatischen Bedingungen im Süden der USA gerüsteten Version des Aurora Driver. Vor der entsprechenden Freigabe habe man einen strengen Validierungsprozess mit über vier Millionen Tests durchgeführt, und die bisherige Bilanz sei makellos: Nach eigenen Angaben summiert sich die fahrerlose und unfallfreie Gesamtstrecke mit Stand Januar 2026 auf rund 250.000 Meilen.

„Durch die Expansion im Sun Belt können wir unseren Kunden die notwendigen Kapazitäten bieten, um Güter in einem bisher nicht möglichen Umfang zu transportieren”, sagt Chris Urmson, Mitbegründer und CEO von Aurora. „Für Transportunternehmen geht es um Margen, und wenn autonome Lkw rund um die Uhr funktionieren, ist dies der Schlüssel für weiteres Wachstum.“ Ohne vorgeschriebene Ruhepausen könne der Aurora Driver die Transitzeiten fast um die Hälfte reduzieren und Spediteuren ein Maß an Effizienz und Auslastung bieten, das für herkömmliche Flotten mit menschlichen Fahrern unmöglich ist.

Mit Blick auf die Expansion im Sun Belt bereitet Aurora auch die Einführung eines Hardware-Kits der nächsten Generation auf der Lkw-Plattform der International LT-Serie im zweiten Quartal 2026 vor. Das Unternehmen geht davon aus, dass bis Ende des Jahres mehr als 200 fahrerlose Lkw im Einsatz sind.

Aurora arbeitet mit Branchengrößen aus dem gesamten Transportbereich zusammen, darunter die Zulieferer Aumovio und NVIDIA, FedEx, Uber und Uber Freight, große US-Logistiker wie Hirschbach, Ryder, Schneider und Werner sowie die Fahrzeughersteller Paccar, Toyota und Volvo Trucks/Volvo Autonomous Solutions.

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