Archion nimmt Fahrt auf
Die zum 1. April 2026 neu formierte Archion Corporation, in die Daimler Truck und Toyota ihre japanischen Marken Mitsubishi Fuso (FUSO) und Hino eingebracht haben, hat den ersten Schritt der angestrebten Plattformstrategie angekündigt. Demnach übernimmt Mitsubishi Fuso im mittelschweren Segment den aktuellen Hino „Ranger“ als eigene Modellreihe FUSO „Fighter“ (als Ablösung der bisherigen Reihe gleichen Namens). Im Gegenzug sollen leichte E-Lkw von FUSO künftig auch unter der Flagge von Hino segeln, mit Produktionsstart noch im laufenden Geschäftsjahr (das in Japan standardmäßig vom 1. April bis 31. März läuft).
Grundsätzlich sollen die beiden japanischen Traditionsmarken erhalten bleiben, aber Synergie- und Skaleneffekte maximal genutzt werden. Für künftige Fahrzeugplattformen strebt Archion die Standardisierung von Antriebssträngen, Fahrgestellen, Fahrerhäusern und elektronische Architekturen an. Neben einem kooperativen Entwicklungsansatz will das Unternehmen dafür auch die Zulieferernetzwerke bündeln und – im Rahmen einer strategischen Partnerschaft – das Know-how der Großaktionäre Daimler Truck und Toyota einbeziehen. Insbesondere gilt das auch für Zukunftsfelder wie Brennstoffzellen und autonomes Fahren.
Unterschiedliche Bedeutung in Europa
Während Mitsubishi Fuso durch die auch in Portugal gebaute Canter-Baureihe in Europa bestens als Lkw-Hersteller bekannt ist (wenn auch nur in der leichten und mittelschweren Klasse), konzentriert sich Hino vor allem auf den asiatischen und nordamerikanischen Markt. Eine Blütezeit erlebte die Marke aber ab den 1970er Jahren in Irland, als lokal aus CKD-Bausätzen montierte Hino-Lkw auf der grünen Insel zeitweise bis zu 25 Prozent Marktanteil in der schweren Klasse erreichten. Die in Dublin angesiedelte Montage wurde jedoch 2014 eingestellt.
Weitere Informationen:
Neues Lkw-Schwergewicht: Archion ist gestartet
Hino Motors zeigt autonomen Brennstoffzellen-Lkw (Japan Mobility Show 2025)
Bild: Archion 







