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Scania erweitert sein Elektro-Gesamtkonzept

von | 4. Juni 2026

Bild: Scania

Das erste batterielektrische Scania-Feuerwehrfahrzeug mit Mannschaftsfahrerhaus feiert auf der Interschutz 2026 Premiere.

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Vom ersten E-Feuerwehrfahrzeug mit Crew Cab bis zu höherer Batteriekapazität und bidirektionalem MCS-Laden hat Scania sein Elektro-Angebot verstärkt. Die Schweden haben außerdem angekündigt ihre europäischen Produktionskapazitäten für Elektro-Lkw auszubauen. Zu diesem Zweck sollen 70 Millionen Euro in das Scania-Werk in Angers/Frankreich fließen.

Besagtes E-Feuerwehrfahrzeug mit langem Mannschaftsfahrerhaus (Crew Cab) feiert auf der Interschutz 2026 (01. bis 06. Juni in Hannover) Premiere. Standard ist die Variante CP31L 4×2 mit 320 kWh Nutzkapazität, auch für Einsätze auf Flughäfen oder im Rettungsdienst.

Flankierend zeigt Scania auf der Interschutz eine weitere Elektro-Feuerwehrlösung mit normalem P-Fahrerhaus. Neben Dieselmodellen mit dem neuen 11-Liter-Motor richtet Scania den Fokus in Hannover auch auf das eigene Power-Solutions-Portfolio, das vom V8 bis zu Elektro- und Hybridantrieben reicht.

Mehr Reichweite und schnelleres Laden

Begonnen hat Scania auch mit der weltweiten Einführung seines neuen Batteriemoduls unter der Fahrerkabine. Damit werden nun bis zu sieben Batteriepacks à 80 kWh mit zusammen 560 kWh Nutzkapazität möglich. Bei den NMC-Packs bedient sich Scania mittlerweile beim Traton-Schwesterunternehmen MAN.

Einher mit den neuen Möglichkeiten hinsichtlich Batteriekapazität geht die Option auf Megawatt-Laden (MCS). „Mit der richtigen Batteriekonfiguration, MCS und einer guten Ladestrategie – unter Nutzung von Scanias eigenem Ladeunternehmen Erinion und Scania Charging Access – können unsere Kunden das Problem der Reichweite im Verhältnis zur Nutzlast problemlos lösen“, betont Tobias Ejderhamn, Global Manager Transformation & New Business bei Scania.

Bidirektionales Laden

Unter Verwendung des Megawatt Charging Systems (bis 750 kW / 1.000 A) hat nun auch Scania – wie vor einigen Wochen Konzernschwester MAN – bidirektionales Laden als praktische Anwendung demonstriert. Die Schweden konzentrierten sich dabei auf den Fall Vehicle-to-Grid (V2G), in dem der E-Lkw Energie ins öffentliche Netz zurückspeist.

„Lkw, Ladegerät und Energiesystem können in Echtzeit miteinander kommunizieren und schaffen so die Grundlage dafür, dass schwere Elektrofahrzeuge zu aktiven und steuerbaren Ressourcen im Energiesystem werden“, erläutert Yorben Muller, Product Manager Charging bei Traton. Tobias Ejderhamn ergänzt: „Dieser Wandel verändert die Rolle des Flottenbetreibers: Er bietet nicht mehr nur Transportdienstleistungen an, sondern sorgt auch für Energieflexibilität.“

Scania geht davon aus, dass die Technologie im ersten Schritt vor allem in Depot-Ladeumgebungen gefragt sein wird, wo Fahrzeuge auch mal längere Zeit parken und sich das Laden mit dem Energiebedarf und den Netzbedingungen koordinieren lässt.

Weitere Informationen:
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