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Bosch auf der IAA: der Weg zum softwaredefinierten Nutzfahrzeug

von | 10. September 2026

Bild: Bosch

Mit einer neuen E-Achse für schwere Nutzfahrzeuge zielt Bosch auf den weltweiten Markt.

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Bosch stellt auf der IAA Transportation 2026 den Wandel zum softwaredefinierten Nutzfahrzeug in den Mittelpunkt. Das entsprechende Technologieportfolio verteilt sich auf Antriebe, Thermomanagement, Fahrwerke, Automatisierung, Vernetzung und digitale Services.

Als neue Kernkomponente für elektrische Antriebsstränge hat Bosch die „Rigid eAxle“ für Gesamtzuggewichte bis 49 Tonnen im Angebot. Die E-Achse mit integriertem E-Motor und Getriebe soll in Verbindung mit Siliziumkarbid-Invertern, die laut Bosch einen Wirkungsgrad von bis zu 99 Prozent aufweisen, die Betriebskosten senken und Gewicht sparen. Vorgesehen ist der weltweite Absatz über das globale Produktions- und Liefernetzwerk von Bosch.

Ebenfalls neu ist ein Hochvolt-Gebläsemodul für 800-Volt-Architekturen, das Bosch speziell für elektrische Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Anwendungen entwickelt hat. Die neue Lösung soll eine bedarfsgerechte Kühlung wichtiger Fahrzeugkomponenten unterstützen, den Energieverbrauch reduzieren und somit Effizienz und Reichweite steigern.

Lösungen für Batterieelektrik, Brennstoffzellen und Wasserstoffverbrenner

Einen weiteren Fokus richtet Bosch in Hannover auf Wasserstoff: Zum einen in Form von Brennstoffzellen-Systemen in einem Leistungsspektrum von 100 bis 300 kW für Busse, Lkw und stationäre Anwendungen. Zum anderen in Form von Komponenten für Wasserstoffverbrenner, darunter Injektoren, Steuergeräte sowie Sensoren für die Direkt- und Saugrohreinspritzung.

Darüber hinaus bietet Bosch Lösungen für weitere Kraftstoffe wie Erdgas/Bio-Methan, Ethanol und Methanol an. Wenn es darum geht, den Einsatz alternativer Kraftstoffe zu dokumentieren, kommt der cloudbasierte „Digital Fuel Twin“ ins Spiel (siehe: Bosch präsentiert den Digital Fuel Twin).

Sensorik, Software und präzise Lenksysteme als Basis für mehr Sicherheit

Ein weiteres Themenfeld beim Messeauftritt in Hannover umfasst die Bereiche sensorbasierte Fahrerwarnsysteme (mit dem Beispiel einer in den digitalen Seitenspiegel integrierten Müdigkeitserkennung), Sensordatenfusion von Kamera- und Radarsystemen für leistungsfähigere Fahrassistenzen sowie die Vernetzung von Nutzfahrzeugen über eine Cloud.

Leistungsstärkere Radarsensoren, Fahrzeugcomputer und Softwareplattformen sind beim Übergang zum softwaredefinierten Nutzfahrzeug weitere Voraussetzungen, wobei im Bereich Software die Bosch-Tochter ETAS eine Schlüsselrolle spielt – auch im Bereich Fahrzeugdiagnose. Für zukünftige Steer-by-Wire-Technologien soll die vollelektrische Lenkung „ServoE“, laut Bosch mit redundanter Auslegung und cyber-sicheren Softwarearchitektur, den Weg ebnen.

Auf unternehmerischer Ebene hat Bosch bereits im Mai 2026 bekannt gegeben, gemeinsam mit den beiden Tochtergesellschaften Brakes India Private Limited (BIPL) und Wheels India Limited (WIL) der TSF Group bis Ende 2026 ein neues Joint Venture gründen zu wollen. Die Unternehmensgründung steht noch unter Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Mit dem neuen Gemeinschaftsunternehmen plant Bosch, sein Portfolio um smarte Aktuatoren für Drucklufterzeugung, Druckluftaufbereitung, Luftfederung und Parkbremsen zu erweitern.

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