Jubiläum im hohen Norden: 75 Jahre Kraftfahrt-Bundesamt
Mit Gründung im Jahr 1951 feiert das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in diesem August sein 75-jähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums betont Bundesverkehrsminister Steffen Bilger das hohe heutige Renommee: „Unter den europäischen Register- und Typgenehmigungsbehörden gehört das Kraftfahrt-Bundesamt zu den renommiertesten und genießt international höchstes Ansehen.“
Mit dem Gesetz über die Errichtung einer Bundesoberbehörde für den Straßenverkehr vom 4. August 1951 wurden im KBA drei Vorgängerbehörden gebündelt: Die 1910 gegründete Sammelstelle über Nachrichten von Kraftfahrzeugführern, die als Vorgänger des Zentralen Fahrzeugregisters gilt, die Sammelstelle der Nachrichten über Führer von Kraftfahrzeugen von 1934, die als Vorgänger des Fahreignungsregisters ihren Anfang nahm und die Reichsstelle für Typprüfung, die 1937 ihr Arbeit aufgenommen hatte.
Verkehrssicherheit aus gutem Grund
Im Jahr der Errichtung des KBA gab es in Deutschland nur rund 2,5 Millionen Kraftfahrzeuge. Anfang der 1970er lag der Fahrzeugbestand mit rund 17 Millionen bereits fast siebenmal höher. Aber auch die Zahl der im Verkehr getöteten Personen stieg deutlich an: Bis zur Einführung des Punktesystems im Jahr 1974 lag die Summe bei über 21.000.
Punktesystem und die deutlich verbesserte Sicherheitstechnik der Fahrzeuge zeigten über die Jahrzehnte Wirkung: 2025, bei einem Kfz-Bestand von über 61 Millionen, kamen in Deutschland 2.814 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben. In der Relation zum Fahrzeugbestand ist der Schnitt somit deutlich gesunken, Zielrichtung bleibt aber die ambitionierte „Vision Zero“.
Die Verkehrssicherheit bildet auch künftig einen wesentlichen Schwerpunkt des KBA, inklusive der Unterstützung von Forschungsprojekten zu neuen Sicherheitstechnologien. Weitere zentrale Zukunftsthemen betreffen die digitale Transformation des Straßenverkehrs sowie den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit.
Bild: KBA 







