Van Eck Trailers mit neuem e-Dolly auf der IAA
Mit seinem neuen e-Dolly will der niederländische Hersteller Van Eck Trailers mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das batterieelektrisch angetriebene und gelenkte Dolly soll in Lang-Lkw mit angehängtem Sattelauflieger den Verbrauch reduzieren beziehungsweise die Reichweite vergrößern (beim wahlweisen Einsatz mit Diesel- oder Elektro-Zugmaschinen) und gleichzeitig eine Terminal-Zugmaschine ersetzen: Per Handfernbedienung oder perspektivisch autonom lassen sich mit dem e-Dolly Sattelauflieger auch eigenständig auf dem Betriebsgelände verfahren und rangieren.
Van Eck hatte das e-Dolly ursprünglich im Rahmen des von der EU geförderten Projekts AEROFLEX (AERODynamic and FLEXible Trucks for Next Generation of Long Distance Road Transport) entworfen. Die Weiterentwicklung fand dann mit dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (Fraunhofer IVI) im noch laufenden EU-Programm ZEFES (Zero Emissions flexible vehicle platforms with modular powertrains serving the long-haul Freight Eco System) statt. Das ZEFES-Projekt vereint 40 Partner aus 14 Ländern und konzentriert sich auf effiziente und emissionsfreie Transportlösungen für den europäischen Fernverkehr.
In der aktuellen Version kombiniert das e-Dolly eine 250-kW-Niederflur-Antriebsachse vom Typ ZF AVE130 mit einer 73,5-kWh-Lithium-Ionen-Batterie von Akasol. Eine BPW-Vorderachse mit V.S.E.-Lenksystem soll zusammen mit Steer-by-Wire- und Drive-by-Wire-Technologie neben dem ferngesteuerten auch den automatisierten Betrieb ermöglichen (wobei die Automatsierung auf dem „helyOS“-System von Fraunhofer IVI basiert).
Laut Van Eck wurde das e-Dolly bereits unter realen Terminalbedingungen erprobt, unter anderem bei ECS Zeebrugge in Belgien und am CFL-Multimodal-Terminal in Luxemburg. Das Fahrzeug unterstützt CCS2-Laden mit bis zu 22 kW.
Die 1912 gegründete Van Eck Trailers B.V. mit Sitz in Beesd, Niederlande, ist heute auch Spezialist für Doppelstock- und Luftfrachtauflieger.








