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Depotladen als Schlüssel für den E-Lkw-Markthochlauf

von | 27. Oktober 2026

Bild: NOW GmbH/Marc Weider

Nach Untersuchungen im Projekt BELLE ist das Depotladen ein entscheidender Schlüssel zum Markthochlauf batterieelektrischer Nutzfahrzeuge.

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Nach Abschluss des Forschungs- und Demonstrationsprojekt BELLE zum Thema Depotladen ziehen die Beteiligten positive Bilanz. Das über dreijährige, vom Bundesverkehrsministerium geförderte Projekt (Mai 2023 bis Oktober 2026, ausgeschrieben „Betriebshofelektrifizierung – Ladeinfrastruktur und Lastmanagement in der praktischen Erprobung“) hatte konkrete Lösungsansätze für die Elektrifizierung von Betriebshöfen und entsprechende Handlungsempfehlungen für Unternehmen und öffentliche Akteure zum Inhalt.

Der Punkt „Betriebshofelektrifizierung“ wurde umfassend aus technischer, wirtschaftlicher und betrieblicher Perspektive untersucht. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Auslegung von Ladeinfrastruktur, zum Last- und Lademanagement, zur Integration elektrischer Fahrzeuge in bestehende Betriebsabläufe sowie zur Wirtschaftlichkeit des Einsatzes von E-Lkw.

Die Projektpartner aus Wissenschaft, Energieversorgung, Nutzfahrzeugindustrie, Kommunaltechnik und Logistik (hysolutions, Hamburger Energienetze, Competence Center for Energy Transition (CC4E) der HAW Hamburg, Stadtreinigung Hamburg, ABB E-mobility, Dachser, Brock, Daimler Truck) präsentierten ihre Ergebnisse im Rahmen einer Abschlussveranstaltung. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden anhand realer Anwendungsfälle validiert und der Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Untersuchungen zeigen, dass das Depotladen für viele Anwendungsfälle die entscheidende Voraussetzung für den Markthochlauf batterieelektrischer Nutzfahrzeuge darstellt. Der überwiegende Teil aller Ladevorgänge erfolgt gegenwärtig auf Betriebshöfen, wodurch diese zunehmend die Rolle eines Energie-Hubs übernehmen. Der wirtschaftliche Betrieb sei bereits heute in zahlreichen Anwendungsfällen gegeben, wobei sich zusätzliche Potenziale durch die Nutzung von THG-Quoten, die Öffnung von Ladeinfrastruktur für Dritte sowie perspektivisch durch die Bereitstellung von Flexibilitäten für das Stromsystem ergeben.

Christoph Steinkamp, Geschäftsführer von Konsortialführer hysolutions: „Eine der wichtigsten Erkenntnisse lautet: Die eigentliche Herausforderung liegt nicht beim Fahrzeug, sondern in der intelligenten Verknüpfung von Energieversorgung, Ladeinfrastruktur und Betriebsprozessen. Deshalb ist die Flottentransformation vor allem ein Energiesystemprojekt. Mit unseren Projektergebnissen stellen wir Unternehmen, Kommunen und weiteren Akteuren praxisnahe Informationen zur Verfügung, um den Umstieg auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge erfolgreich zu gestalten und den Markthochlauf in Deutschland zu beschleunigen.“

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