Milence: Von 40 auf 70 Ladeparks bis Ende 2027, MCS inklusive
Bis Ende 2027 will Milence sein öffentliches E-Lkw-Ladenetz von derzeit knapp 40 auf 70 Ladeparks in Europa ausbauen. Mehr als die Hälfte davon soll bereits die MCS-Technologie unterstützen.
Das Unternehmen, zwecks Aufbau einer E-Lkw-Ladeinfrastruktur im Jahr 2022 als Joint Venture von Daimler Truck, Traton und Volvo gegründet, präsentierte seine aktuelle MCS-Lösung auf der IAA Transportation 2026: Die Stationen kombinieren ein Megawatt-Ladesystem von Alpitronic (Typ HYC1000 mit bis zu 1.000 kW Ladeleistung) mit einem Batterie-Energiespeichersystem (BESS) im Containerformat vom Typ Pixii PowerBase XLP mit einer Speicherkapazität von 2 MWh.
Zur praktischen Demonstration auf der IAA in Hannover kommentierte Anja van Niersen, Vorstandsvorsitzende von Milence: „Megawatt-Laden ist bereits heute für den Einsatz in der Praxis im Bereich des elektrischen Lkw-Verkehrs bereit. Nun muss Europa den Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang seiner wichtigsten Güterverkehrskorridore beschleunigen und ausweiten.“
Die angepeilte Größenordnung präzisierte VDA-Geschäftsführer Jürgen Mindel: „Bis 2030 werden europaweit rund 35.000 öffentlich zugängliche MCS-Schnellladestationen benötigt. Derzeit gibt es in der gesamten EU lediglich 730 Ladestationen mit einer Mindestladeleistung von mehr als 350 kW, die ausschließlich für schwere Nutzfahrzeuge vorgesehen sind. Deshalb muss der Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie des Stromnetzes nun oberste Priorität haben.“








