BMV fördert Entwicklung von Wasserstofftechnologien
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) investiert weiter in Wasserstoff und unterstützt den Aufbau dezentraler Innovations- und Technologiezentren (ITZ-H2). Am 10. Februar übergab Verkehrsminister Patrick Schnieder Förderbescheide in Höhe von 54 Millionen Euro an Vertreter des Standorts in Pfeffenhausen, knapp 100 Kilometer nördlich von München.
Mit den Innovations- und Technologiezentren Wasserstoff (ITZ-H2) setzt das BMV eine zentrale Maßnahme der Nationalen Wasserstoffstrategie der Bundesregierung um. Der Standort in Pfeffenhausen, zusammen mit den bereits gestarteten Zentren in Chemnitz und Norddeutschland (Cluster Hamburg, Bremen, Stade), soll gezielt kleine und mittelständische Unternehmen, Start-ups sowie die Zulieferindustrie dabei unterstützen, Wasserstofftechnologien weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen.
Im Wasserstoff Technologie-Anwenderzentrum (WTAZ) in Pfeffenhausen wird ein besonderer Fokus auf Anwendungen im Schwerlastverkehr liegen. Schwerpunkte sind der Einsatz von Flüssigwasserstoff, H2-Verbrennungsmotoren, Tanks und Betankungssysteme sowie der Aufbau eines Gesamtfahrzeugprüfstands.
Mit Nutzung von grünem H2 aus der Region soll darüber hinaus ein Wasserstoffverflüssiger in Betrieb gehen. „Zudem steht ein starker Forschungsverbund bestehend aus den drei Hochschulen Ingolstadt, Regensburg und Landshut bereit, um die nötige wissenschaftliche Expertise der Industrie vor Ort anzubieten“, betont Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.
Drei technische Universitäten beteiligt
Seitens der genannten Universitäten soll die OTH Regensburg einen Prüfstand für H2-Verbrennungsmotoren und Einblaseraten aufbauen, die Hochschule Landshut einen thermischen Prüfstand für Wasserstoffspeicher und deren Komponenten. In den Bereich der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) fällt der Gesamtfahrzeugprüfstand für wasserstoffbasierte Nutzfahrzeuge. Mit Klimakammer, Simulatoren für Brennstoffzellen-, Batterie- und Antriebssysteme sowie moderner Sensorik soll die Anlage die komplette Entwicklungskette vom Labor bis zum realen Betrieb abbilden.
Für den Direktverflüssiger zur Herstellung von grünem Flüssigwasserstoff ist die Hytacc Cryo GmbH mit an Bord, während die Kommunalgesellschaft H2LA vor Ort die Infrastruktur entwickelt und bereitstellt. Die gemeinsame Testhalle mit Außenflächen soll von allen Partnern genutzt werden, insbesondere auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Start-ups.
Die Fördergelder für die ITZ-H2 stammen aus Bundesmitteln sowie aus dem europäischen Aufbauprogramm. Der Standort Pfeffenhausen soll Ende 2027 in Betrieb gehen.
Weitere Informationen:
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