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Daimler Truck: Mercedes-Benz NextGenH2 Truck startklar

von | 30. Januar 2026

Bild: Daimler Truck

Im Jahresverlauf 2026 will Daimler Truck in Wörth eine erste, 100 Fahrzeuge starke Kleinserie des Mercedes-Benz NextGenH2 Truck auflegen.

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Nach dem Entwicklungs- und Testprogramm der ersten FCEV-Generation hat Daimler Truck den Mercedes-Benz NextGenH2 Truck vorgestellt. Im Rahmen einer Kleinserie sollen 100 dieser Brennstoffzellen-Sattelzugmaschinen im Stammwerk Wörth gebaut und ab Ende 2026 bei verschiedenen Kunden in den Praxisbetrieb gehen. Entwicklung, Produktion und Praxiseinsatz der Kleinserie werden vom Bundesverkehrsministerium sowie den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit 226 Millionen Euro gefördert. Die eigentliche Serienproduktion soll in den frühen 2030er Jahren starten.

Gegenüber der ersten Generation bezieht sich der Namenszusatz „Next“ vor allem auf aktuelle Serienkomponenten aus dem batterieelektrischen Mercedes-Benz eActros 600. Dazu zählen die aerodynamisch optimierte ProCabin, die neue Generation der integrierten E-Achse, das Multimedia-Cockpit Interactive 2 sowie die neuesten Sicherheits- und Assistenzsysteme.

Geblieben ist es bei der Betankung mit Flüssigwasserstoff, was pro Tankfüllung Reichweiten über 1.000 Kilometer ermöglichen soll. Mit dem zusammen mit Linde geschaffenen sLH2-Tankstandard lässt sich das Fahrzeug laut Daimler Truck innerhalb von 10 bis 15 Minuten volltanken. Dabei fassen die beidseitig montierten Tanks zusammen bis zu 85 Kilogramm Wasserstoff. Aus der kundennahen Erprobung heraus nennen die Stuttgarter Verbräuche zwischen 5,6 und 8 kg/100 km bei durchschnittlichen Gesamtzuggewichten zwischen 16 und 34 Tonnen.

Die Umwandlung des Wasserstoffs in elektrische Energie übernimmt weiterhin die Brennstoffzelle BZA150 von Cellcentric, einem Joint Venture von Daimler Truck und der AB Volvo. Dabei sind zwei Brennstoffzellenaggregate als Twin-System mit insgesamt 300 kW Systemleistung unter der Kabine montiert. Die aus der Reaktion von Wasser- und Sauerstoff entstehende elektrische Energie treibt zusammen mit einer Pufferbatterie die in die E-Achse integrierten E-Motoren an. Einzige Emission dieses Prozesses ist reiner Wasserdampf.

Die Antriebsleistung beziffert Daimler Truck mit bis zu 340 kW im Economy- und 370 kW im Power-Modus. Besagte Pufferbatterie mit 101 kWh Nennkapazität basiert auf der Lithium-Eisenphosphat-Zelltechnologie (LFP) und speichert auch die Energie beim Rekuperieren.

Kürzerer Radstand und neue Crash-Elemente

Bezüglich der Abmessungen verweist Daimler Truck auf einen kompakteren „Tech-Tower“ hinter der Kabine. Gegenüber dem Vorgängermodell konnte dadurch der Radstand um 150 auf nun 4.000 Millimeter verkürzt werden. Unter Anwendung der EU-Längenvorschriften ist somit auch der Einsatz von Standardaufliegern möglich.

Im Tech-Tower befindet sich zudem ein neues Boil-Off Management System, das laut Daimler Truck alle relevanten gesetzlichen Anforderungen im Umgang mit Wasserstoff erfüllt, unter anderem auch für das Abstellen des Fahrzeugs in geschlossenen Räumen. Das integrierte Kühlsystem soll außerdem dafür sorgen, dass auch bei sehr hohen Umgebungstemperaturen oder sehr anspruchsvoller Topografie dauerhaft stabile Betriebsbedingungen gegeben sind.

Auf der Basis einer neuen Sensorik, die auf austretenden Wasserstoff reagiert, ist den Stuttgartern zufolge nun auch das Übernachten in den Brennstoffzellen-Lkw erlaubt. Ganz handfest kommen noch neu entwickelte Seitenverkleidung mit integrierten Crash-Elementen für einen verbesserten Schutz der Flüssigwasserstofftanks hinzu.

Weitere Informationen:
Daimler Truck initiiert Lieferkette für Flüssigwasserstoff
Daimler Truck und Linde eröffnen sLH2-Tankstelle

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