EU-Kommission gibt grünes Licht für Lkw-Schnellladenetz
Zum Jahreswechsel 2025/2026 hat die EU-Kommission grünes Licht für eine staatlich geförderte Lkw-Schnellladeinfrastruktur an unbewirtschafteten Rastanlagen entlang von Bundesautobahnen gegeben. Mit einem genehmigten Fördervolumen von bis zu 1,6 Milliarden Euro kann der vom Bundesverkehrsministerium vorangetriebene Aufbau öffentlicher Schnellladepunkte für batterieelektrische Lkw auf bundeseigenen Flächen nun konkret umgesetzt werden.
Die genehmigte Unterstützung dient zugleich der Umsetzung europäischer Ausbauziele (AFIR-Verordnung) sowie der Clean Transport Corridor Initiative der EU-Kommission für einen europaweiten batterieelektrischen Straßengüterverkehr auf den TEN-V-Korridoren bis 2030. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Mit der Schnellladeinfrastruktur an unbewirtschafteten Rastanlagen entlang der Autobahnen schaffen wir einen verlässlichen Einstieg in das öffentliche Laden für schwere E-Lkw. Wir setzen dort an, wo der Bund unmittelbar Verantwortung trägt, und sorgen so für Planungssicherheit und Tempo beim Hochlauf.“
An den unbewirtschafteten Rastanlagen ist der Aufbau von bis zu 725 CCS- und bis zu 685 MCS-Ladepunkten geplant, zugeschnitten jeweils auf die Anforderungen schwerer Lkw. An insgesamt 124 Standorten sind drei Ladeoptionen vorgesehen: Ad-hoc-Laden, vertragsbasiertes Laden über Elektromobilitätsdienstleister (EMP) sowie vertragsbasiertes Laden per Durchleitung, um den Wettbewerb zu stärken und dem Risiko überhöhter Ladepreise vorzubeugen.
Das BMV setzt den Aufbau gemeinsam mit der Autobahn GmbH des Bundes und der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH um. Der weitere Aufbau der Lkw-Schnellladeinfrastruktur an bewirtschafteten Rastanlagen ist künftig ebenfalls vorgesehen. Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes: „Eine zentrale Voraussetzung für den Betrieb der Ladeinfrastruktur sind außerdem die technisch anspruchsvollen Netzanschlüsse, die wir in enger Zusammenarbeit mit mehr als 90 Verteilnetzbetreibern realisieren.“
Weitere Informationen:
„Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ auch mit Batteriewechsel-Idee






