ACEA: steigende Absatzzahlen bei Lkw und Bussen
Nach Zahlen des ACEA (Verband der europäischen Automobilhersteller) sind die ersten neun Monate 2026 für den Verkauf neuer Lkw und Busse positiv verlaufen. Elektro-Fahrzeuge konnten weitere Marktanteile gewinnen, erreichen aber noch lange nicht die für die angestrebte Energiewende erforderlichen Größenordnungen.
Das Wachstum im Lkw-Bereich spiegelt laut ACEA eine Erholung aus einem niedrigen Ausgangsniveau heraus wider. Über die gesamte EU betrachtet legten die Neuzulassungen von Lkw im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent auf 245.079 Einheiten zu. Das Wachstum wurde durch eine starke Nachfrage nach schweren Lkw getragen (plus 8,5 Prozent auf 205.857 Einheiten), mittelschwere Lkw (nach ACEA-Lesart von 3,5 bis 16 Tonnen) verzeichnen ein leichtes Plus von 2,5 Prozent auf 39.222 Fahrzeuge.
Unter den wichtigsten Lkw-Märkten verbuchen Polen (plus 20,5 Prozent) und Spanien (plus 13,2 Prozent) die stärksten Zuwächse, während für Deutschland ein moderater Anstieg von 2,5 Prozent zu Buche steht. Im krisengeschüttelten Frankreich gingen die Lkw-Neuzulassungen sogar um 1,6 Prozent zurück.
Der Busmarkt hat sich mit einem Wachstum von 15,2 Prozent auf 32.695 Einheiten stark entwickelt, der Transportermarkt blieb mit 1.073.427 zugelassenen Fahrzeugen praktisch unverändert.
Nach Antriebsart betrachtet, machten Diesel-Lkw weiterhin 91,7 Prozent der Neuzulassungen in der EU aus. Der Absatz von E-Lkw stieg zwar um 49,8 Prozent an, was unterm Strich aber doch nur 5,3 Prozent Marktanteil bedeutet. Elektro-Vorreiter sind weiterhin Deutschland, Frankreich und die Niederlande: In diese drei Länder gingen in der Neun-Monats-Betrachtung 74 Prozent aller in der EU neu zugelassenen E-Lkw.
Weitere Informationen:
ACEA: Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen legen zu (1. Halbjahr 2026)
Bild/Grafik: ACEA 







