Einsatzpremiere für E-Powerpack von Goldhofer
Mit einer rund 430 Tonnen schweren Gasturbine auf einem Modultransporter feierte Ende Juli das E-Powerpack von Goldhofer Einsatzpremiere. Verantwortlich für den Transport der in Berlin von Siemens Energy gefertigten Turbine zeichnete die Logistikabteilung der Hafengesellschaft BEHALA. Für das Bauteil ging es auch auf dem Wasserweg weiter.
„Mit dem E‑Powerpack konnten wir den Transport deutlich leiser und lokal emissionsfrei durchführen, ohne Kompromisse bei Leistung oder Bedienbarkeit einzugehen. Gerade in einer Stadt wie Berlin werden Themen wie Lärm, Emissionen und Akzeptanz künftig noch wichtiger“, kommentiert Leon Tietz, Leiter Logistik der BEHALA.
Die technologische Basis des E‑Powerpack stammt aus dem Flughafenvorfeld: Elektrische Flugzeugschlepper für bis zu 350 Tonnen fertigt Goldhofer bereits seit einigen Jahren. Die dort gesammelten Erfahrungen zu Energiemanagement, Temperaturverhalten, Laufleistung und Systemverfügbarkeit sind in die Entwicklung der elektrischen Antriebseinheit für Schwerlastmodule eingeflossen.
Laut Goldhofer ist das rund 250 kW starke Powerpack nun serienreif, inklusive neuer Systemarchitektur, energieoptimierter Steuerung und Telemetrieanbindung. Geboten sind auch eine neue Funkfernsteuerung, eine Seitenneigungsanzeige und ein digitales Bedienkonzept.
„Mit dem ersten Praxiseinsatz unseres E‑Powerpack in Europa zeigen wir, dass Elektrifizierung im Schwerlasttransport keine Zukunftsvision mehr ist“, betont Matthias Ruppel, CEO der Goldhofer AG.
In einer ersten Version hatte Goldhofer das E-Powerpack auf der bauma 2025 zusammen mit einem hydraulisch verbreiterbaren Selbstfahrer vorgestellt (Goldhofer auf der bauma: E-Antrieb für Selbstfahrer).





