ZF auf der IAA: Sicherheit und Automatisierung im Fokus
Im Vorfeld der IAA Transportation 2026 hat die ZF Division Commercial Vehicle Solutions (CVS) neue aktive Sicherheitstechnologien für Lkw und Anhänger präsentiert. Im Mittelpunkt steht ein skalierbares 360-Grad-Sicherheitskonzept, das Sensorik, Wahrnehmung, Bremsen und Lenkung zu einem abgestimmten System vereint. Dieser umfassende Ansatz soll die Sicherheitsleistung in allen Fahrsituationen verbessern und den Weg zu höheren Automatisierungsstufen ebnen.
„Der Systemansatz von ZF integriert ADAS-Funktionen über die gesamte Fahrzeugkombination hinweg und umfasst Weiterentwicklungen, die über die warnbasierte Fahrerunterstützung hinausgehen und eine aktive Kollisionsvermeidung ermöglichen“, sagt Dr. Thomas Dieckmann, Technology & Innovation Officer bei ZF.
Truck-Trailer-Link und skalierbare Architektur
Grundlage für den 360-Grad-Ansatz ist eine schnelle Automotive-Ethernet-Kommunikationsschnittstelle, die Zugfahrzeug und Anhänger verbindet („Truck-Trailer Link“). Laut ZF ist es damit möglich, Kamera- und radargestützte Sensordaten von Lkw und Trailer zu einem kombinierten Umgebungsmodell zusammenzuführen, das bei der Objekterkennung deutlich weniger Wahrnehmungslücken als herkömmliche Ansätze aufweist. Unterstützt werde zudem eine durchgängige Fahrerassistenz von der Autobahn über den Stadtverkehr bis hin zu Manövern auf dem Betriebshof (etwa mit einem Rückfahrassistenzsystem mit automatischer Notbremsung).
Die gesamte ADAS-Architektur basiert auf einem skalierbaren Konzept, in das kontinuierlich neueste Radar- und Kameratechnologien einfließen. „Skalierbarkeit ist für unsere Kunden entscheidend“, betont Martin Mayer, Leiter des Produktsegments ADAS und Elektronik der ZF Division CVS. „Sie benötigen Sicherheitssysteme, die ihre Investitionen schützen, heutige Anforderungen erfüllen und sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln lassen, ohne dass das Fahrzeug neu konstruiert werden muss. Unser ADAS-Portfolio ermöglicht diese schrittweise Erweiterbarkeit, sodass OEMs neue Funktionen und Leistungsstufen hinzufügen können, während sich ihre Fahrzeuge und Geschäftsmodelle weiterentwickeln.“








