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Hyliko und Hympulsion: Wasserstoffmobilität für die Raumfahrt

von | 9. Juli 2026

Bild: Hyliko

Die für den Einsatz am Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana vorgesehene Brennstoffzellen-Sattelzugmaschine befindet sich derzeit noch in der Testphase.

Im Rahmen des HYGUANE-Projekts, 2023 von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ins Leben gerufen, wollen Hyliko und Hympulsion den Ausbau der Wasserstoffmobilität vorantreiben.

Bei den beiden französischen Akteuren agiert Hyliko als Hersteller beziehungsweise Umrüster von Brennstoffzellen-Lkw und Hympulsion als öffentlich-private Partnerschaft (mit der Region Auvergne-Rhône-Alpes, Energieversorger Engie, Michelin, der staatliche Förderinstitution Banque des Territoires und der Bankengruppe Crédit Agricole). Ziel von Hympulsion ist der Aufbau eines nationalen Wasserstoffnetzwerks, das die Regionen miteinander verbindet und im ersten Schritt die Inbetriebnahme von mehr als 1.000 Wasserstofffahrzeugen erleichtert – unterstützt durch Fördermittel und den Aufbau von Partnerschaften.

Wasserstoff-Ökosystem rund um den Weltraumbahnhof in Kourou

Im konkreten Fall geht es aber nicht um das Kernland Frankreich, sondern um das Überseedepartement Französisch-Guyana und die Küstenstadt Kourou, Heimat des wichtigsten Weltraumbahnhofs Europas. Im Projekt HYGUANE (Hydrogen Guyanais à Neutralité Environnementale) soll ein kohlenstoffarmes Wasserstoff-Ökosysteme entstehen, das die lokale Produktion von grünem Wasserstoff mit Brennstoffzellenfahrzeugen und entsprechender Infrastruktur verbindet.

In diesem Zusammenhang stellt Hyliko zunächst eine erste umgerüstete Sattelzugmaschine vom Typ Hy T44 4×2 FCEV zur Verfügung, die mit bis zu 500 Kilometern Reichweite die logistischen Anforderungen des Raumfahrtzentrums erfüllen soll. Noch ein Stück internationaler wird es mit dem Betreiber des Fahrzeugs, dem Augsburger Luft- und Raumfahrtunternehmen MT Aerospace.

„Das Projekt HYGUANE zeigt, dass Wasserstoff schon heute eine konkrete Lösung darstellt, um auch in Gebieten mit starken logistischen Einschränkungen die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs zu ermöglichen. Wir sind stolz darauf, diese Initiative gemeinsam mit führenden Partnern zu begleiten und die Eignung unserer Fahrzeuge für anspruchsvolle Einsatzzwecke unter Beweis zu stellen“, erklärt Hyliko-Geschäftsführer Ovarith Troeung.

Tests im Rahmen des Hympulsion-Netzwerks

Das für den Einsatz in Französisch-Guyana vorgesehene Fahrzeug befindet sich derzeit in Frankreich in der Testphase und durchläuft vor der Integration in das HYGUANE-Projekt ein Programm zur betrieblichen Validierung. Ausgangspunkt für die Erprobungsfahrten ist eine von Hympulsion betriebene Wasserstofftankstelle am Flughafen Lyon-Saint-Exupéry.

Über das Projekt HYGUANE hinaus setzen Hympulsion und Hyliko ihre Zusammenarbeit mit einer weiteren Testreihe fort: Von Juli bis September 2026 können Transportunternehmen und Verlader Brennstoffzellen-Lkw und Wasserstoff-Tankstellen der beiden Unternehmen in der Region Auvergne-Rhône-Alpes unter realen Einsatzbedingungen zu testen.

Das an die Schweiz und Italien grenzende Département, etwa so groß wie Bayern, betätigt sich bereits seit 2017 als Vorreiter im Wasserstoffsektor, unter anderem mit dem Projekt „Zero Emission Valley“ (ZEV).

Weitere Informationen:
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