HoLA-Netz: Elektrisch vom Ruhrgebiet nach Berlin
Mit Eröffnung einer Hochleistungs-Ladestation für Lkw an der Shell-Station im niedersächsischen Lehre bei Helmstedt ging Anfang Juni ein zentraler Baustein für das „HoLa-Netz“ in Betrieb. Das Forschungsprojekt HoLa (Hochleistungs-Laden im Langstrecken-Lkw-Verkehr), gefördert vom Bundesverkehrsministerium und der Europäischen Union, soll die Praxistauglichkeit und Skalierbarkeit von Hochleistungs-Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw im Fernverkehr demonstrieren und weiterentwickeln.
Das Projektkonsortium umfasst insgesamt 13 Partner aus Fahrzeugbau, Energieversorgung, Netzbetrieb, Autobahnbewirtschaftung und Forschung. Die Gesamtleitung und wissenschaftliche Koordination liegen beim Fraunhofer ISI.
Im Zuge des Projekts sind entlang der A2, einer der wichtigsten Verkehrsachsen Deutschlands, neben Lehre noch weitere vier Ladestandorte für schwere E-Lkw vorgesehen. Neben dem CCS-Standard wird dabei auch die MCS-Technologie (Megawatt Charging System) mit bis zu 1,2 Megawatt Ladeleistung implementiert. Die Kombination soll es ermöglichen, sowohl etablierte als auch zukünftige Ladeverfahren unter realen Bedingungen zu testen.
Zwei der fünf neuen Standorte – Lehre sowie Wustermark bei Berlin – werden von Shell betrieben, wobei die Shell-Tochter SBRS (Shell Business Recharge Solutions) die Ladeinfrastruktur entwickelt und installiert hat. In Hamm/Westfalen stellt Shell den Standort. Komplettiert wird das Quintett durch Stationen im Raum Bielefeld und Dortmund.
Ein zentrales Element des Projekts ist der Einsatz von insgesamt zwölf Elektro-Lkw im regulären Fernverkehr. Für den direkten Vergleich im Praxisbetrieb sind acht Fahrzeuge mit gängiger CCS-Technologie ausgestattet, vier bereits mit MCS.
Mehr zum Projekt HoLa gibt es unter https://hochleistungsladen-lkw.de/hola-de/








