Autonom über EU-Ländergrenzen hinweg
Die Europäische Union will perspektivisch den grenzüberschreitenden autonomen Verkehr unter einheitlichen Regeln ermöglichen. Anlässlich der Tagung des EU-Verkehrsministerrats am 8. Juni in Luxemburg unterzeichneten insgesamt 17 Mitgliedsstaaten eine entsprechende Absichtserklärung.
Als Anwendungsfälle sind der ÖPNV, inklusive Robotaxis, und der Güterverkehr vorgesehen. Entsprechende trilaterale Testfeldaktivitäten bestehen bereits zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Diese sollen nun intensiviert und um weitere grenzüberschreitende Projekte ergänzt werden. Deutsche Nachbarstaaten, die die unverbindliche Absichtserklärung („Joint Declaration of Intent“) unterzeichnet haben, sind Belgien, die Niederlande, Österreich, Polen und Tschechien. Weitere Unterzeichner (neben Deutschland, Frankreich und Luxemburg) sind Estland, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Ungarn, Schweden und Zypern.
Die Testfelder sollen den Betrieb autonomer Fahrzeuge unter realen, grenzüberschreitenden Bedingungen ermöglichen. Ziel ist es, einheitliche europäische Standards für Technik, Sicherheit und Infrastruktur zu entwickeln, einschließlich der Harmonisierung entsprechender nationaler und europäischer Regelwerke. Auf diese Weise soll die Technologie schneller zur Marktreife gebracht und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie gestärkt werden.
Weitere Informationen:
Autonomes Fahren: Positive Bilanz für Projekt ATLAS-L4 (Mai 2025)







