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Mercedes-Benz Trucks bringt zur IFAT den „reEconic“

von | 4. Mai 2026

Bild: Daimler Truck

Der „reEconic“ soll als Konzeptfahrzeug die Möglichkeiten recycelter Produktionsprozesse aufzeigen.

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Auf der IFAT 2026 (4. bis 7. Mai in München) präsentiert Mercedes-Benz Trucks erstmals den „reEconic“. Der Name setzt sich aus dem batterieelektrischen eEconic und der Verwendung recycelter Materialien zusammen.

Hinter dem Konzeptfahrzeug steht eine Allianz aus 33 Partnern, darunter federführend Mercedes-Benz Trucks, Müllfahrzeug-Spezialist FAUN Umwelttechnik und das Recycling-Unternehmen TSR Group. Bernd Fleschenberg, COO TSR Group, erklärt: „Wir haben dieses Projekt initiiert, weil geschlossene Kreisläufe nur dann entstehen, wenn sie über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg gemeinsam gedacht und umgesetzt werden. Das schont Ressourcen, mindert den Energiebedarf erheblich und senkt CO₂-Emissionen.“

Bei den weiteren Projektpartnern handelt es sich um Unternehmen aus der Recycling-Rohstoff-Gewinnung, der Halbzeug-Herstellung und Komponentenfertigung sowie aus der metall-, kunststoff-, glas- und holzverarbeitenden Industrie. Laut Mercedes-Benz Trucks belegt eine begleitende, TÜV SÜD-geprüfte Studie, dass sich perspektivisch bis zu 80 Prozent von sonst konventionell produziertem Stahl, Aluminium, Glas und Kunststoff ersetzen lassen. Allein diese vier Hauptmaterialgruppen machen im regulären Serien-eEconic zusammen rund 6,5 Tonnen des Gewichts aus.

Die Liste der unternommenen Anstrengungen ist lang. Bereits der Müllpressaufbau vom Typ FAUN reNew Variopress besteht teilweise aus recycelten Materialien, zudem wurden beim Trägerfahrzeug vom Rahmen bis zum Fahrerhaus zahlreiche Bauteile durch recycelte Werkstoffe sowie Natur- und biobasierte Materialien ersetzt.

Recycelte oder biobasierte Materialien bis hin zu Holz

Besonders vielfältig zeigen sich Maßnahmen bei der Econic-typischen Niederflurkabine. Einige Beispiele: Die Fußraumverkleidung besteht aus einem biobasierten Faserverbundwerkstoff, die Bezugsstoffe der Sitze aus recyceltem Polyamid von Teppichabfällen und alten Fischernetzen. Der Füllstoff des Kotflügels ist ein recycelter Duromer-Kunststoff, der aufgrund seiner Formbeständigkeit üblicherweise in Rotorblättern und im Boots- und Fahrzeugbau verwendet wird. Der Displayhalter ist aus einem biobasierten Füllstoff aus Abfällen der Sonnenblumenölproduktion gefertigt und das Armaturenbrett aus ligninbasierten Kunststoffen. Lignin ist wesentlicher Bestandteil verholzter Pflanzen und fällt daher als Nebenprodukt in der Zellstoff- und Papierindustrie an.

Als nachwachsender Rohstoff kommt im reEconic außerdem erstmals Holz in einem modernen Nutzfahrzeug von Mercedes‑Benz Trucks zum Einsatz. Konkret handelt sich um Buchenholz, das sich teilweise im Fußboden, am Radlaufkasten und am Kotflügel wiederfindet. In einer gesondert aufgebauten Kabinenvariante besteht versuchsweise auch das Kabinendach aus Holz.

Vom Scheitel bis zur Sohle geht es weiter mit Rädern aus CO₂e-reduziertem, recycelten Stahl (Maxion) und runderneuerten Reifen, bei denen die Karkasse mehrfach genutzt wird (Continental).

Praktische Erprobung in der zweiten Jahreshälfte

Im zweiten Halbjahr 2026 soll der reEconic bei REMONDIS ausführlich im Praxisalltag getestet werden. Unterdessen prüfen die Partnerunternehmen, wie die im Projekt gesammelten Erkenntnisse in Bezug auf Materialien, Herstellungsverfahren und Lieferketten Eingang in die Serienproduktion finden können. Ziel ist es, perspektivisch eine industrielle Skalierung recycelter Produktionsprozesse ermöglichen zu können.

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