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Fernlenk-Verordnung schafft neue Möglichkeiten

von | 23. Dezember 2025

Bild: Arnold NextG

Praxiserprobung: Eine mit NX NextMotion der Arnold NextG GmbH ausgestattete V-Klasse bewegt sich ferngesteuert und fahrerlos im öffentlichen Verkehr.

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Mit der im Dezember 2025 in Kraft getretenen Straßenverkehr-Fernlenk-Verordnung (StVFernLV) hat das Bundesverkehrsministerium erstmalig einen Rechtsrahmen zum Betrieb ferngelenkter Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen geschaffen. In einer fünfjährigen Erprobungsphase soll die Verordnung neue Mobilitätskonzepte ermöglichen und den Grundstein für eine dauerhafte gesetzliche Regelung legen.

Konkret bezieht sich die Verordnung auf Fernlenken („Teleoperation“) durch eine Person an einem Leitstand außerhalb des Fahrzeugs. Potential für die Technik sieht das Ministerium vor allem in Transport und Logistik, dem öffentlichen Personennahverkehr, in Taxis oder im Carsharing (ferngesteuerte Überführung zum nächsten Nutzer). Denkbar ist auch die Unterstützung autonomer Fahrfunktionen, indem der externe Lenker in komplexen Situationen die Kontrolle übernehmen kann.

Systemanbieter Arnold NextG betont ebenfalls die zusätzlichen Möglichkeiten, die sich aus der Verbindung von Assistenzsystemen, autonomen Fahrfunktionen und Fernsteuerung ergeben. Das Unternehmen aus Pfronstetten in Baden-Württemberg testet derzeit einen Versuchsträger auf Basis der Mercedes-Benz V-Klasse, ausgestattet mit dem vollelektronischen Drive-by-Wire-System NX NextMotion. Gesteuert wird der Van im teleoperierten Fahrbetrieb über eine Leitstelle.

Laut Hersteller erfüllt das mehrfach redundant und ausfallsicher aufgebaute System NX NextMotion bereits alle relevanten Zertifizierungsanforderungen für den Straßenverkehr. Die Drive-by-Wire-Technik, insbesondere die sichere elektronische Ansteuerung von Lenkung, Antrieb und Bremsen, ist dabei Grundvoraussetzung.

Grundsätzlich ist die Systemarchitektur auf unterschiedlichste Fahrzeugtypen übertragbar, sei es ein Shuttle im Stadtverkehr, ein Traktor auf dem Feld oder ein Lkw in der Werkslogistik. Auch die Kombination aus Fernsteuerung und autonomem Fahren hat die Arnold NextG GmbH schon demonstriert: Im Rahmen der Agritechnica 2025 hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Rheinmetall Technology Center und der MIRA GmbH einen seriennahen Traktor präsentiert, der die Feldarbeit autonom erledigt und für die Straßenüberführung per Teleoperation gesteuert wird.

Diese Form der funktional aufgeteilten Mobilität (autonom in kontrollierbarer Umgebung und ferngesteuert überall dort, wo rechtliche oder operationale Rahmenbedingungen noch Eingriffe erfordern) wird nach Einschätzung von Arnold NextG immer mehr an Bedeutung gewinnen – auch in Transport und Logistik.

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