BMV: 220 Millionen Euro für Wasserstoff-Lkw und -tankstellen
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) unterstützt den Markthochlauf von Wasserstoff-Lkw mit Fördermitteln in Höhe von 220 Millionen Euro. Verkehrsminister Patrick Schnieder: „Wasserstoff spielt technisch, wirtschaftlich und geopolitisch eine wichtige Rolle für einen klimafreundlichen Schwerlastverkehr und ergänzt batterieelektrische Antriebe sinnvoll. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag die Förderung einer Wasserstoffbetankungsinfrastruktur vereinbart.“
Die konkrete Umsetzung sieht nun eine kombinierte Förderung von Wasserstofftankstellen und -Lkw vor. Schnieder weiter: „Damit lösen wir das Henne-Ei-Problem: Die Lkw-Fahrer finden verlässliche Betankungsmöglichkeiten und die Tankstellen werden von Beginn an ausgelastet.“
Im Rahmen des Programms sollen bis zu 40 neue Tankstellen entstehen und bis zu 400 neue Wasserstoff-Lkw auf die Straße kommen. Dabei können Wasserstofftankstellen mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden und müssen dafür die Anforderungen der europäischen Ausbauziele (AFIR-Verordnung) erfüllen. Neufahrzeuge der Klassen N2 (3,5 bis 12 t GG) und N3 (ab 12 t) mit wasserstoffbasiertem Antrieb können mit bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionsmehrausgaben gegenüber einem vergleichbaren Dieselfahrzeug bezuschusst werden.
Der Förderaufruf dient zugleich der Erreichung europäischer Infrastrukturausbauziele (AFIR-Verordnung) auf den TEN-V-Korridoren bis 2030.
Der Förderaufruf und weitere Unterlagen sind hier zu finden:
https://www.ptj.de/foerdermoeglichkeiten/nip/hrs_nfz_2026
Projektanträge sind bis 31. Mai 2026 einzureichen unter:
https://foerderportal.bund.de/easyonline
Ein Online-Seminar zur Förderung findet am 17. Februar 2026 um 9:30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist hier möglich.
Zur Unterstützung des klimafreundlichen Schwerlastverkehr werden zudem im ersten Halbjahr 2026 Förderaufrufe für Ladeinfrastruktur für batterieelektrische Lkw veröffentlicht (Umsetzung der Maßnahmen 4 und 8 des Masterplan Ladeinfrastruktur 2030).








