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IAV und Deutz schicken H2-Verbrenner in den Einsatz

von | 14. April 2026

Bild: Deutz

Der Umbau zum Wasserstoffverbrenner basiert auf einem Mercedes-Benz Econic; hier noch im Prototypen-Stadium mit gut sichtbaren Tanks (siehe Bild unten).

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Zwei 18-Tonner mit Deutz-Wasserstoffverbrenner sind Ende März in den Realbetrieb gestartet: ein Fahrzeug im Werkverkehr von BMW, das zweite bei Deutz selbst. Die praktische Erprobung ist Teil des vom Bundesverkehrsministerium geförderten Projekts HyCET (Hydrogen Combustion Engine Trucks), an dem neben BMW und Deutz auch DHL, Keyou, TotalEnergies und Volvo beteiligt sind.

Bei der Realisierung der beiden 18-Tonner übernahm die Berliner IAV GmbH (Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr) als Generalunternehmer die ganzheitliche Systemintegration, angefangen vom Konzept bis hin zur Straßenzulassung. Beim Fahrzeugumbau auf Basis eines Mercedes-Benz Econic waren außerdem Paul Nutzfahrzeuge und Voit Automotive mit an Bord.

Antriebsquelle ist der 7,8 Liter große Reihensechszylinder TCG 7.8 H2, den Deutz ursprünglich für Off-Highway-, Schienen- und stationären Anwendungen entwickelt hatte. Mit der Zertifizierung durch das Kraftfahrtbundesamt im September 2024 eröffneten sich weitere Möglichkeiten, insbesondere Einsätze in mittelschweren Bussen und Verteiler-Lkw.

Aus 7.755 ccm Hubraum (110 mm Bohrung, 136 mm Hub) liefert der H2-Verbrenner bis zu 220 kW und 1.000 Nm Drehmoment. Das Motorgewicht wird mit rund 740 Kilogramm angegeben, die Einbaumaße mit 842 x 1.062 x 1.214 Millimeter.

Im Vergleich zum Diesel-Basismotor spricht Deutz von rund 75 Prozent Gleich- und etwa 25 Prozent Neuteilen beziehungsweise Modifikationen. Zu nennen sind vor allem Kolben, Turbolader, Einspritzung (mit Zündkerzen) und Steuergerät mit Software. Im Detail arbeitet das Aggregat mit Saugrohreinblasung und VTG-Lader.

Weitere Informationen:
Deutz auf Wachstumskurs

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