Hyliko: Wasserstoffmobilität beschleunigen
Auf der Wasserstoff-Fachmesse „Hyvolution 2026“ (27. bis 29.01. in Paris) hat Hyliko, Fahrzeug-Umrüster auf Brennstoffzellenantrieb, neue Initiativen zum Ausbau der Wasserstoffmobilität angekündigt.
Zum einen beteiligen sich die Franzosen nun am europäischen Konsortium „H2Accelerate Trucks“, das möglichst kurzfristig mindestens 125 Wasserstoff-Lkw auf Europas Straßen bringen will. Parallel dazu sollen über Partnerschaften die Voraussetzungen geschaffen werden, der Wasserstoffmobilität im Schwerlastverkehr zur Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Diesel zu verhelfen.
Im Konsortium vertreten sind unter anderem Daimler Truck, die AB Volvo, Scania (mit dem Programm Pilot Partner), Hyundai Hydrogen Mobility, Linde, TotalEnergies und TEAL Mobility. Im Rahmen des Projekts, in das seitens der europäischen Clean Hydrogen Partnership 30 Millionen Euro fließen, will Hyliko in den kommenden fünf Jahren von einer französischen Pionierrolle auf die gesamteuropäische Bühne aufsteigen.
Steuerliche Anreize in Frankreich
Hyliko hat außerdem einen neuen Mehrjahresvertrag mit Lhyfe abgeschlossen, Anbieter von grünem Wasserstoff. Konkret geht es um die Abnahme von mehr mehr als 200 Tonnen RFNBO-Wasserstoff (Renewable Fuel of Non-Biological Origin).
Die seit 2024 bestehende und nun erweiterte Partnerschaft dient der Versorgung von zwei Hyliko-eigenen Tankstellen im Großraum Paris (Villabé/Essonne, seit Mitte 2024 in Betrieb, und Tremblay-en-France/Seine-Saint-Denis, mit geplanter Eröffnung in 2027). Ergänzend dazu ermöglicht das Netzwerk „Hyliko Extended“ die Wasserstoffbetankung bei Partnerunternehmen, wobei der kooperative Ansatz neben einer größeren territorialen Abdeckung auch transparente Preise gewährleisten soll.
Die RFNBO-Zertifizierung des von Lhyfe gelieferten Wasserstoffs erlaubt es Hyliko, seinen Kunden über den weiteren Partner AZOR Energy sogenannte TIRUERT-Zertifikate anzubieten. Die Abkürzung steht für „Taxe Incitative Relative à l’Utilisation d’Énergies Renouvelables dans les Transports“ und bedeutet in Frankreich de facto Steuererleichterungen.
Alles-aus-einer-Hand-Prinzip
In Summe spricht Hyliko von schlüsselfertigen Wasserstofflösungen (inklusive nutzungsabhängiger Zahlungsmodelle) zu wettbewerbsfähigen Kosten, zu denen sich fahrzeugseitig eigene Umrüstlösungen addieren: Nach einer ersten, anno 2024 vorgestellten Fahrzeuggeneration hat Hyliko Ende 2025 die Neuauflage „Hy T44“ angekündigt.
Im Rahmen des europäischen Projekts Corridor H₂ will Hyliko im Frühjahr 2026 die neue Fahrzeuggeneration Transportunternehmern und Verladern zu Testfahrten und -betankungen anbieten. Im Mittelpunkt steht die Verwaltungsregion Okzitanien in Südfrankreich (mit knapp 73.500 Quadratkilometern etwas größer als Bayern), die zur Erreichung der eigenen Klimaziele unter anderem 150 Millionen Euro in den Bereich grüner Wasserstoff investiert.
„Die Kostensenkung durch TIRUERT und unsere strategischen Partnerschaften machen Wasserstoff nicht nur rentabel, sondern auch wettbewerbsfähig“, betont Hyliko-Geschäftsführer Ovarith Troeung. „Wasserstoff steht nicht in Konkurrenz zu batterieelektrischen Fahrzeugen: Er ersetzt Diesel für Anwendungen, für die Batterien nicht geeignet sind.”
Mehr zu den Fahrzeugen und der verwendeten Technik hier: Hyliko: Brennstoffzellen-Lkw der 2. Generation






